10.11.2020 • Inkasso

Bild von Inactive_account_ID_249 auf Pixabay

Keine Angst vorm Inkasso

Im Alltag kann schnell etwas übersehen werden, eine Lastschriftrückgabe kann den falschen treffen, eine Buchung kann spät gesehen werden und es kommt zu Rücklastschrift.
Schulden sind schnell erwachsen und stets mit weiteren Problemen und Kosten verbunden.

Ein Inkasso meldet sich mit einer Forderung?

In einer zunehmend schnelleren Welt will auch das Geld schnell von der einen zur anderen Tasche gewandert sein. Wer nicht pünktlich bezahlt, vorsätzlich Waren bestellt und nicht bezahlt, oder aus Unachtsamkeit Gelder von der Bank zurück geholt (Lastschriftrückgabe).

Selbst schuld?

In den meisten Fällen, wo Sie berechtigte Forderungen nicht bedienen (Kartenzahlungen beim Einkaufen, Bestellungen bei Versandhäusern, Lastschriftrückgaben) sind Sie dafür verantwortlich.
Wenn jemand Ihre Identität stiehlt Ihre Bankdaten missbraucht, dann sollten Sie nur mit anwaltlicher Hilfe agieren und niemals auf sturr schalten.

Seriöse Inkassodienstleister versuchen Lösungen zu finden. Unseriöse Inkassodienstleister interessieren sich nicht für Unstimmigkeiten.

Inkassogebühren

Nicht alle Gebühren sind verhältnis-/ rechtmäßig und sollten anwaltlich geprüft werden und ggf. gerichtlich bewertet werden. Es gibt zahlreiche Inkassodienstleister die gerne mal die große Geldkeule schwingen und utopische Kosten aufschlagen. Dies wird meist getan, um die Forderung künstlich zu pushen. Zahlreiche Gerichte haben hier schon Grenzen gezogen und Wunschsummen so mancher Inkasso abgelehnt.

Auch drohen manche Inkasso. Dabei ist jede Drohung mit einem empfindlichen Übel eine strafbare Nötigung. In der Inkassobranche aber gängige Praxis. So hoffen sich die Hardliner, dass der Schuldner schnell einknickt und bezahlt.

Eine Drohung/ Nötigung sollten Sie sich nicht gefallen lassen und hier anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Angst vor Rechtsstreit?

Wegen Schulden kommt niemand ins Gefängnis. Ein Haftbefehl wird wegen nicht bezahlten Rechnungen niemals erlassen. Einzig die Kosten dürften bei andauerndem Verzug steigen. Mehr passiert hier in aller Regel nicht. Wenn Sie allerdings vorsätzlich Schulden erzeugen, weil Sie z.B. schon vor einem Kauf wissen dass Sie die Rechnung nicht begleichen können, dann machen Sie sich ggf. des Eingehungsbetrugs strafbar. Auch hier würden Sie nicht ins Gefängnis wandern. Sie werden lediglich zur Bereinigung der Verbindlichkeiten in Anspruch genommen. Kommt es zu einem Gerichtsprozess, tragen Sie ggf. noch Prozessführungskosten sowie Kosten für Ihre anwaltliche Vertretung.

Schulden zu haben ist keine Straftat, jeder Mensch kann sich verschulden. Absichtlich oder unabsichtlich. Bei Absicht können härtere Konsequenzen auf einem zukommen.

In allen Fällen wird die Bonität geschmälert, was für Darlehen und Kreditanträge problematisch werden könnte. In aller Regel verbessert sich die Bonität durch positives Geschäftsverhalten (keine neuen Schulden etc.). Den Scorewert berechnen Schufa und Co. nach wissenschaftlicher Mathematik und Wahrscheinlichkeiten, wie jemand Kreditwürdig ist. Es liegt also an jedem selbst wie die individuelle Bonität aussieht.

Selbst wenn Sie ein Lebenlang nie Schulden gemacht haben, kann Ihre Bonität für Darlehen und Kredite unausreichend sein.

Bei Bedenken raten wir Ihnen immer einen Rechtsanwalt zu konsultieren, vertrauen Sie niemals Aussagen aus Foren, Communities oder Privatpersonen. Ein Rechtsanwalt kennt die rechtlichen Vorschriften und kann sie adäquat beraten.


Hinweis: Dieser Artikel stellt ausdrücklich keine Rechtsberatung dar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

5 × fünf =